Presse-Information

03. Juni 2014

ERIKA vermeidet SchÀden an Roboter-Funktionspaketen

ERIKA verfÀhrt Kabelschutzsysteme automatisch analog zur aktuellen Bewegung des Roboterarms. Weil dadurch die teils hohen mechanischen Belastungen entfallen, die bei herkömmlichen, federgespannten LÀngenausgleichssystemen auf diese Funktionspakete einwirken, lassen sich die Instandhaltungskosten senken und oft hohe Folgekosten vermeiden.

 

Wiehl-Bomig, Juni 2014. Das neue aktive LĂ€ngenausgleichssystem ERIKA von REIKU verringert signifikant die hohen mechanischen Belastungen, die wĂ€hrend der schnellen und dauerhaften dynamischen Bewegungen von Roboterarmen auf Funktionspakete einwirken. Dazu bewegt ERIKA das schĂŒtzende Paket synchron zur Roboterbewegung entlang einer LinearfĂŒhrung, um den Unterschied zwischen der maximalen und der jeweils tatsĂ€chlich erforderlichen KabellĂ€nge auszugleichen. Diese Arbeitsweise ist wesentlich materialschonender als die herkömmlicher, nacheilender Systeme, bei denen die nicht benötigte Kabelreserve ĂŒber FederkrĂ€fte zurĂŒckgeholt wird, die direkt auf das Funktionspaket wirken und die mit dem Federweg wachsen. So verringert ERIKA die Gefahr fĂŒr BeschĂ€digungen der Pakete und der darin untergebrachten Leitungen, Pneumatik- und medienfĂŒhrenden SchlĂ€uche. Deren Lebensdauer kann sich dadurch signifikant verlĂ€ngern, und teure Ausfallzeiten können minimiert werden. REIKU prĂ€sentiert sein neues automatisches LĂ€ngenausgleichssystem weltweit erstmals auf der AUTOMATICA 2014, Stand 409 in Halle A4.

ERIKA ist als Zubehör fĂŒr neue Robotersysteme oder als nachrĂŒstbare Komponente fĂŒr Wellrohre mit Nennweiten von 29 bis 70 verfĂŒgbar. Je nach Anwendung kann das System fĂŒr Arbeitswege von 0,5 m bis 1 m ausgelegt sein und dabei Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 2 m/s erreichen. Die robotersynchrone Steuerung von ERIKA ist unaufwĂ€ndig und nutzt als Trigger lediglich die Ausgabe definierter Signale, die die Robotersteuerung wĂ€hrend des Abarbeitens des dort gespeicherten Ablaufprogramms sendet. Dadurch lĂ€sst sich ERIKA auch ohne großen Programmieraufwand auf bestehende Systeme installieren. 

Das zum Patent angemeldete System ERIKA besteht aus fĂŒnf Grundelementen. Die LinearfĂŒhrung samt Elektromotor und Spindeltrieb ist im Bereich der Roboterachse 4 fest mit dem Roboterarm verschraubt. Der parallel zu diesem Roboterarm bewegte Schlitten mit REIKU Spannschelle und Kombibacke fixiert und transportiert das Wellrohr in axialer Richtung. Dabei ermöglicht die Kombibacke gegebenenfalls die Kopplung zweier WellrohrqualitĂ€ten oder -profile. An beiden Enden der Lineareinheit ĂŒbernimmt je eine REIKU Spannschelle mit Gleitbacken die FĂŒhrung des Wellrohrs. Dabei sitzt die in Richtung der Achse 6 weisende Schelle auf einem Drehflansch, der das Rohr bei großen Auslenkwinkeln zusĂ€tzlich entlastet. Die gegenĂŒberliegende, auf der Schlaufenseite angeordnete Schelle kann optional mit einer REIKU-Feder ausgestattet sein, die ein Abknicken des Wellrohres verhindert. FĂŒr einen optimalen Rundumschutz gegen aggressive Umweltbedingungen bietet REIKU, ebenfalls optional, FaltenbĂ€lge fĂŒr die Ummantelung der Lineareinheit.

Dazu REIKU-Projektleiter Klaus-Peter Scholten: „Von unseren Kunden kennen wir die Problematik sehr gut, die mit dem unumgĂ€nglichen LĂ€ngenausgleich fĂŒr Funktionspakete an Industrierobotern verbunden ist. Wo zum Beispiel an Achse 6 Drehungen von bis zu 400° ausgefĂŒhrt werden und Achse 5 zusĂ€tzlich abknickt, bieten die Funktionspakete zwar eine entsprechende Beweglichkeit, aber weil diese dabei oft mit hohen Geschwindigkeiten gegen die Kraft von RĂŒckstellfedern bewegt werden, kommt es immer wieder zu ErmĂŒdungsbrĂŒchen und Abrissen im Bereich der Befestigungen. Die hĂ€ufige Folge sind dann KabelschĂ€den, die ganze Teile der Produktion stilllegen können.“ 

Scholten weiter: „Mit ERIKA haben wir jetzt ein kosteneffizientes System entwickelt, das ‚intelligent‘ zur Vermeidung solcher kostenintensiver SchĂ€den beitrĂ€gt. ERIKA kennt jederzeit den aktuell anstehenden Bedarf an KabellĂ€nge. Dem entsprechend stellt das System aktiv genau soviel Kabel bereit, wie die aktuelle Bewegung des Roboterwerkzeugs erfordert. Bei vermindertem Bedarf zieht es ĂŒberschĂŒssiges Kabel wieder zurĂŒck, ohne den bisher ĂŒblichen reaktiven FederkrĂ€ften entgegenwirken zu mĂŒssen. Außerdem hilft  ERIKA zu verhindern, dass sich die Schlaufe am WerkstĂŒck oder am Roboter selbst verfĂ€ngt, dass unkontrolliertes Schwingen zu Ungenauigkeiten in der Roboterbewegung oder zu BeschĂ€digung des Funktionspaketes fĂŒhrt, und dass das Wellrohr in Gefahrenbereiche mit hoher Temperatur oder laufenden Maschinen gerĂ€t. Die zusĂ€tzlichen Kosten fĂŒr ERIKA haben sich dabei ĂŒblicherweise bereits mit dem ersten nicht aufgetretenen Produktionsausfall amortisiert.“

REIKU GmbH (www.reiku.de) ist ein international aufgestelltes, mittelstĂ€ndisches Unternehmen am Standort Wiehl, das komplette Kabelschutzsysteme fĂŒr statische und dynamische Anwendungen in der Robotik und Automatisierung, Reißverschluss- und Kunststoffummantelungen, Wellrohre und Armaturen sowie Hitzeschutzgewebe und GeflechtschlĂ€uche entwickelt, fertigt und vertreibt. Die Produkte schĂŒtzen Kabel, Leitungen und andere Bauteile vor Verunreinigungen sowie chemischer, thermischer und mechanischer Belastung. Das Portfolio im Bereich der aus hochwertigen technischen Kunststoffen hergestellten Kabelschutzsysteme reicht dabei von Armaturen ĂŒber Systemhalter und Rohrschellen bis zu hoch entwickelten Systemteilen, die neben Verbindungsgelenken und Kabelsternen auch Gliederrohre, Spannschellen, Protektoren und Federhalter umfassen. 

Weitere Informationen:
Klaus-Peter Scholten, REIKU GmbH Kabelschutzsysteme
Robert-Bosch-Straße 3, D-51674 Wiehl-Bomig
Tel.: +49 (0) 22 61/70 01-0, Fax: +49 (0) 22 61 70 01-24
E-Mail: scholten(at)reiku.de 
www.erika.reiku.de

Redaktioneller Kontakt und Belegexemplare:
Dr. Jörg Wolters, Konsens PR GmbH & Co. KG
Hans-Kudlich-Straße 25, D-64823 Groß-Umstadt
Tel: +49 (0) 60 78/93 63-0, Fax: -20
E-Mail: joerg.wolters(at)konsens.de 


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