Presse-Information

LINDNER reSource GmbH
12. Juni 2013

Agrarfolien-Recycling auf höchstem Qualitätsniveau

Eine Herausforderung für den Recycler: eingesammelte, gebrauchte Landwirtschaftsfolien

 

Der Vorzerkleinerer Power Universo 2800 von Lindner reSource mit nachgeschalteter Störstoffabtrennung ist die erste Station in der Folienrecyclinganlage von Soreplastic.

 

Die Recycling-Extrusionslinie 1716 TVEplus von Erema im Einsatz bei Soreplastic

 

Großbottwar, Juni 2013
Soreplastic SA betreibt in Champlon/Belgien eine der modernsten und leistungsstärksten Recyclinganlagen Europas für gebrauchte Folien aus der Landwirtschaft. Ein speziell optimierter Universal-Zerkleinerer des Typs Power Universo 2800 von Lindner reSource (www.lindner-resource.com) und eine Recycling-Extrusionslinie des Typs 1716 TVEplus von Erema (www.erema.at) tragen dort dazu bei, dass das teils hochgradig verschmutzte Sammelgut wieder zu hochwertigem Regranulat wird.

Die stoffliche Wiederverwertung der weichen, dünnen, meist stark verschmutzten Agrarfolien ist schwierig und aufwändig, weil sie sich schlecht zerkleinern, trennen und reinigen lassen. Aber die verwendeten Kunststoffe, wie PE-LD (Low-Density-Polyethylen) und PE-LLD (Linear Low-Density-Polyethylen), sind auch als Rezyklate sehr gefragt, wenn die Qualität stimmt. Um dies sicherzustellen, habe Soreplastic viel Zeit in die Auswahl der Maschinen und Geräte investiert, berichtet der geschäftsführender Gesellschafter Vincent Sciascia: „Hauptkriterien waren eine hohe Durchsatzleistung, geringe Empfindlichkeit gegenüber Störstoffen, niedrige Verschleißkosten sowie eine hohe Qualitätskonstanz des Endprodukts. Darüber hinaus haben wir von den Maschinenherstellern einen umfangreichen Support erwartet – in der Konzeptionsphase, bei der Optimierung ihrer Maschinen für unsere Zwecke und hinsichtlich der Präsenz vor Ort, von der ersten Inbetriebnahme bis zum störungsfreien Dauerlauf. Lindner reSource und Erema haben uns letztendlich in allen Fragen überzeugt.“

Nach dem Aussortieren grober Störstoffe per Abscheider und von Hand gelangen die Folien über ein Förderband zunächst in den Power Universo 2800, ein langsam laufender Einwellenzerkleinerer, der – je nach Agrarfolie – Durchsätze von 3 bis zu 8 t/h erreicht. Seine große Arbeitsöffnung erleichtert das Beschicken mit den teils großvolumigen Folien. Zwei 132-kW-Elektromotoren treiben seinen rund 2800 mm langen so genannten Point-Blade-Rotor an. Mit einer stufenlos einstellbaren Betriebsdrehzahl von ca. 100 min-1 zieht dieser mit 86 Messern bestückte Rotor die Folienstücke besonders wirksam, gleichmäßig und staubarm ein. Austauschbare Siebe mit Lochdurchmessern von 50 mm bis 100 mm machen den Shredder optimal an die jeweilige Foliencharge adaptierbar. Resultat dieser Vorzerkleinerungsstufe sind Folienschnitzel mit Abmessungen von 50 bis 100 mm.

Dazu Harald Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter von Lindner reSource: „Die Leistungsübertragung erfolgt mittels Riemenantrieb. Dieser so genannte Vorgelegeantrieb ist mit einer großen Rutschkupplung ausgestattet, die das maximal wirkende Drehmoment limitiert und den Shredder damit besonders unanfällig für Störstoffe macht. Das ist angesichts der bei Soreplastic anfallenden Folien wichtig, weil trotz des Vorsortierens immer damit zu rechnen ist, dass zum Beispiel Metallteile in den Schredder gelangen.“

Sciascia ergänzt: „Dank des modularen Systems konnten wir ,unseren‘ Vorzerkleinerer optimal an die Aufgabe anpassen. Eine Revisions- und Wartungsklappe öffnet sich per Hydraulik großräumig in den Innenraum hinein und schafft damit einen komfortablen Zugang zum Rotor. So können wir die vierseitig verwendbaren Rotormesser und die acht Gegenmessersegmente bequem drehen oder austauschen. Störstoffe lassen sich schnell und leicht entfernen. Auch der Siebkorb lässt sich hydraulisch öffnen, so dass wir die Siebmodule schnell reinigen oder wechseln können. Dies alles ist für uns gleichbedeutend mit kurzen Stillstandszeiten – und damit eine Voraussetzung für Kosteneffizienz.“

Die so bereitgestellten Folienstücke durchlaufen dann eine Waschanlage mit nachfolgender Nassschneidmühle und Trocknung. Erst danach eignen sich die resultierenden 20 bis 30 mm großen Folienschnitzel für das Beschicken der 1716 TVEplus Recycling-Extrusionslinie von Erema, die dank ihrer besonderen Entgasungstechnologie die PE-Waschschnitzel trotz ihrer hohen Eingangsfeuchte optimal aufschmilzt, filtriert und homogenisiert. Das abschließende Granulieren erfolgt mit einem Heißabschlagsystem vom Typ Erema HG 244 D, das mit spezieller Schneidgeometrie und automatischer pneumatischer Granuliermesser-Anpressung auf lange Standzeiten ausgelegt ist. Das Gesamtsystem erreicht eine Ausstoßleistung von rund 1400 kg/h bei typischen Regranulat-Batchgrößen von 2500 kg.

Seit ihrer Inbetriebnahme im November 2011 läuft die Anlage störungsfrei und mit hoher Wirtschaftlichkeit. Derzeit verfügt Soreplastic in Champlon über Recyclingkapazitäten von rund 20.000 t/a, bezogen auf das angelieferte Material. Und auch der Absatz des hochwertigen PE-LD-Regranulats sei gesichert, so Sciascia: „Unser Standardportfolio reicht von PE-LD über PE-LLD bis zu kundenspezifisch optimierten Misch-Rezepturen. Damit sind wir der zurzeit einzige Recycler, der hochwertige PE-LLD Regranulate aus gewaschenen Agrar-Stretchfolien für Blasfolienanwendungen anbieten kann.“

 
Die Lindner-Gruppe mit Sitz in Spittal, Österreich, wurde 1948 als Maschinen- und Anlagenbauer gegründet und zählt heute zu den kompetenten Herstellern von Zerkleinerungstechnik für industrielle Anwendungen. Mit ca. 130 Mitarbeitern hat sich die Lindner-Firmengruppe auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von kompletten Anlagen und Maschinen für die Herstellung von alternativen Brennstoffen spezialisiert.

Die Vertriebs- und Servicegesellschaft Lindner reSource GmbH in Grossbottwar, Deutschland, repräsentiert den Bereich Kunststoff und Recycling. Das Unternehmen bietet der Branche leistungsstarke Einwellenzerkleinerer mit Durchsatzleistungen von 300 kg/h bis 10.000 kg/h.

Weitere Informationen:
Harald Hoffmann, Geschäftsführer, LINDNER reSource GmbH
Häldenfeld 4, D-71723 Großbottwar
Tel. +49 (0) 71 48/16 05 38-0,
E-Mail: info(at)lindner-resource.com

Redaktioneller Kontakt und Belegexemplare:
Dr. Jörg Wolters, Konsens PR GmbH & Co. KG
Hans-Kudlich-Straße 25, D-64823 Groß-Umstadt
Tel: +49 (0) 60 78/93 63-0,
E-Mail: joerg.wolters(at)konsens.de


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